Zukunftsstrategie für die traditionelle Grünlandbewirtschaftung im Gyimes-Gebiet in den Ostkarpaten Rumäniens
- Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigte sich mit dem Thema der traditionellen Grünlandbewirtschaftung
im Gyimes-Gebiet in den Ostkarpaten Rumäniens.
Nach einer vorangestellten BegriffserklärungDie vorliegende Bachelorarbeit beschäftigte sich mit dem Thema der traditionellen Grünlandbewirtschaftung
im Gyimes-Gebiet in den Ostkarpaten Rumäniens.
Nach einer vorangestellten Begriffserklärung hinsichtlich der Wiesenarten wurden die beiden Untersuchungsgebiete Belchen und Gyimes näher vorgestellt. Das Belchen-Gebiet
wurde aufgrund seiner vergleichbaren naturräumlichen Gegebenheiten ausgewählt. Zunächst wurden auf politische Gegebenheiten sowie vorhandene Förderprogramme als
Rahmenbedingungen eingegangen. Dabei konnten diverse Lücken in der rumänischen Gesetzgebung festgestellt und das Belchen-Gebiet als vorbildhaftes Beispiel identifiziert werden. Danach erfolgte eine Beschreibung der naturräumlichen Ausstattung beider Gebiete,
um eine vergleichende Basis zu erhalten. Anhand einer Zusammenfassung und eines Fazits konnte schlussendlich der Vergleich vollzogen werden. Darauf folgte die Betrachtung der historischen Nutzungsentwicklung und Besiedlungsgeschichte beider Untersuchungsgebiete. Für diese erfolgte eine Gegenüberstellung, woraus
ein Fazit für die spätere Szenarien- und Strategieentwicklung gezogen werden konnte. Das
Ergebnis war eine zeitliche Verschiebung von circa (ca.) 80 Jahren innerhalb der Grünlandnutzung,
welche das Belchen-Gebiet als eher negativ behaftetes Beispiel für den Umgang mit dieser Problematik fungieren ließ. Der größte Handlungsbedarf besteht sowohl
innerhalb politischer, ökonomischer und sozialer Komponenten. Können diese zukünftig
berücksichtigt werden, kann die traditionelle Grünlandbewirtschaftung weiter bestehen und
ein Rückgang der außerordentlichen Grünlanddiversität unterbunden werden. Nach diesem Teil wurde das Kapitel der Landschaftswahrnehmung, welche während eines
Auslandaufenthaltes untersucht wurde, bearbeitet. Für die Ergebnisdarstellung erfolgte zunächst eine Erläuterung der Methodik zur Herangehensweise. Für die Analyse der Landschaftswahrnehmungen wurden zehn Einzelpersonen stellvertretend für sieben unterschiedliche
Bevölkerungsgruppen befragt, die Antworten in kurzer Form wiedergegeben und danach ausgewertet. So konnten aus diesem Teil ebenfalls relevante Faktoren für die
spätere Szenarien- und Strategieentwicklung gewonnen werden. Die Wahrnehmungen hatten insgesamt hinsichtlich der traditionellen Grünlandbewirtschaftung einen positiven
Grundgedanken, was der Auswahl der Befragten geschuldet war. Dennoch wurde ersichtlich, dass eine rege Auseinandersetzung mit dieser Fragestellung im Gebiet besteht.Hiernach erfolgte die Ausführung der Szenarienentwicklung. Um diese nachvollziehen zu
können, wurde zunächst eine allgemeine Einführung in die Szenariothematik gegeben und ebenfalls die Methodik schrittweise erläutert. Die Ausarbeitung belief sich stets auf die Leitfrage „Wie wird sich die Grünlandbewirtschaftung im Gyimes-Gebiet in den Ostkarpaten
Rumäniens bis zum Jahr 2035 entwickelt haben?“ und umfasste somit einen Zeitraum von 20 Jahren. Anschließend wurden die einzelnen Schritte der Methodik, wie die Identifikation von Triebkräften bzw. die für die Szenarien wichtigen Schlüsseltriebkräften, abgearbeitet und resultierten in den eigentlichen Szenarien. Die Szenarien zeigen sowohl
negative als auch positive Entwicklungen der Zukunft auf, um daraus verschiedene Handlungsstrategien
ableiten zu können. Insgesamt laufen sie entweder auf den Erhalt oder den Rückgang der traditionellen Grünlandbewirtschaftung hinaus. Die Szenarien enden entweder
in einer totalen Verwüstung der Landschaft, in teilweise monotonen Agrarwüsten oder in einer erstrebenswerten Naturschutzlandschaft. Aufbauend auf diesen Ergebnissen konnte die Strategie herausgebildet werden. Je Szenario wurden hierfür verschiedene Maßnahmenvorschläge entwickelt. Jene Maßnahmen, die sich innerhalb der Szenarien wiederholten, konnten als robust angesehen werden und repräsentieren die Strategie für die zukünftige Erhaltung der traditionellen Grünlandbewirtschaftung.
Die Strategie enthält Ziele und Empfehlungen für den zukünftigen Umgang mit dieser Thematik. Die Maßnahmen sollen den Erhalt der Traditionen innerhalb politischer,
ökonomischer, sozialer und ökologischer Gesichtspunkte unterstützen. Somit werden unterschiedliche
Themenbereiche abgedeckt und die Wirkungskraft der Strategie in ein realistisches
Bild gesetzt. Insgesamt trägt die Strategie und somit das Endergebnis dieser Bachelorarbeit dazu bei, die
bestehende Grünlanddiversität zu sichern und die ursächliche traditionelle Grünlandbewirtschaftung
in anwendbarer Art und Weise zu erhalten. Wird die Strategie umgesetzt, könnte in den nächsten Jahren zu deren Erhalt erheblich beigetragen werden.…


| Author: | Julia Dusch |
|---|---|
| Advisor: | Michael RothORCiD |
| Document Type: | Bachelor Thesis |
| Language: | German |
| Date of Publication (online): | 2016/03/04 |
| Publishing Institution: | Hochschule Nürtingen-Geislingen |
| Granting Institution: | Hochschule Nürtingen-Geislingen, Fakultät Umwelt, Gestaltung und Therapie |
| Release Date: | 2016/03/07 |
| Tag: | Rumänien; nachhaltige Grünlandbewirtschaftung |
| GND Keyword: | Grünland |
| Institutes: | Fakultät Umwelt Gestaltung Therapie / Landschaftsplanung und Naturschutz (LPN), Bachelor |
| Licence (German): | Veröffentlichungsvertrag für Publikationen ohne Print on Demand |



