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Wirkungen von verschiedenen Herbizidstrategien auf Sojakulturen

  • Die Sojapflanze (Glycine max) ist wegen ihres hohen Proteingehalts von 38-44% eine der begehrtesten Eiweißpflanzen als Futtermittel (Schweine und Hühner), Lebensmittel (Tofu) und in der Medizin. DurchDie Sojapflanze (Glycine max) ist wegen ihres hohen Proteingehalts von 38-44% eine der begehrtesten Eiweißpflanzen als Futtermittel (Schweine und Hühner), Lebensmittel (Tofu) und in der Medizin. Durch die Fähigkeit mit N-fixierenden Knöllchenbakterien eine Symbiose einzugehen, mit diesem ihren eigenen N-Bedarf decken und noch N im Boden für die Folgekultur bereitzustellen, sind sie eine wichtige Kultur in der Fruchtfolge und im biologischen Anbau. In Deutschland ist der Sojaanbau verhalten und zeigt immer wieder Probleme mit der Wasserversorgung, Klima, Herbiziden und nicht angepassten Sorten in Form von Reifeproblemen, deshalb funktioniert der Anbau nur mit großer Sorgfalt in den klimatisch begünstigten Gebieten von Süddeutschland.In einem einjährigen Feldversuch 2009, von April-Oktober, auf zwei Versuchsstandorten, wurden die Auswirkungen verschiedener Herbizidstrategien und Sojasorten auf die Ertragsbildung durchgeführt. Weiterführend wurden sich auch noch Gedanken über die Vermarktung und Verwertung der geernteten Sojabohnen gemacht.Ein Versuchsstandort befand sich in Nürtingen in Baden-Württemberg auf dem Versuchsbetrieb Tachenhausen der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt. Dabei wurden auf den Versuchsparzellen drei verschiedene Sojasorten (Merlin, Opaline und Protéix) ausgesät und diese im Vorauflauf und Nachauflauf mit drei Herbizidvarianten wie folgt behandelt.1. Stomp Aqua (1,75l) und Dual Gold (1,25l) im VA2. Stomp Aqua (1,75l) im VA3. Stomp Aqua (3,0l) im VA und Harmony sx (7,5g) und Basagran (2l)Der zweite Versuchsstandort befand sich in Ingersheim in Baden-Württemberg auf den Feldern des Landwirts Karl Seitz. Hier wurde mit üblichen Geräten der Landwirtschaft gearbeitet. Dabei wurden auf die Versuchsparzellen vier Sorten(Merlin, Opaline, Protéix und Josefine) ausgesät und diese nur mit Herbizidvariante 3 behandelt. Auf beiden Standorten wurden 2009 Erträge, Eiweiß, Bestandesdichte, Triebe und Hülsen pro Pflanze, TKM und die Wüchsigkeit bestimmt.Die ersten Versuchsergebnisse zeigten deutliche Herbizidschäden in Tachenhausen und Ingersheim durch Vorauflaufmittel bei Variante 2 und 3, die in Verbindung mit Niederschlag verstärkt wurden. Diese Schäden äußerten sich durch Bestandesdichte, Eiweiß- und Ertragseinbußen von bis zu 18dt/ha im Vergleich zur Sortenprüfung der LTZ Augustenberg.Die Herbizidvariante 1 hatte die geringsten Schäden und brachte nahezu gleiche Ergebnisse im Ertrag wie die Sortenprüfung 2009 der LTZ Augustenberg.Bei den Sorten hatte Merlin mit 40dt/ha in Tachenhausen und 29,4dt/ha in Ingersheim den höchsten Ertrag. Die Sorte Josefine, eine Sorte die nicht hitzebehandelt werden muss und somit gleich zu Futtermittel verarbeitet werden kann, erbrachte nur mittelmäßige Erträge mit 25dt/ha.Die Verwertung und Vermarktung ist schwierig, da es für konventionelles Soja fast keine verarbeitende Industrie in Baden-Württemberg gibt. Möglichkeiten zur Verwertung oder Vermarktung könnten im Vertragsanbau (Sojamilch), das Warmpressen (entölen) und verfüttern oder der Anbau von Sorten die nicht hitzebehandelt werden müssen liegen.show moreshow less

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Metadaten
Author:Steffen Seitz
URN:urn:nbn:de:bsz:950-opus-12993
Document Type:Bachelor Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2011/05/16
Publishing Institution:Hochschule Nürtingen-Geislingen
Release Date:2011/05/16
Tag:Herbizide; Sojapflanze
GND Keyword:Sojabohne
Institutes:Fakultät Agrarwirtschaft, Volkswirtschaft und Management / Agrarwirtschaft (AW), Diplom/Bachelor
DDC-Class:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 630 Landwirtschaft, Veterinärmedizin