Untersuchungen zum Einsatz von Ziegen in der Landschaftspflege am Beispiel der Weidegemeinschaft Goißatäle
- Die Pflege naturschutzfachlich sehr wertvoller Flächen stellt in der heutigen Zeit ein immer größer werdendes Problem dar. Häufig handelt es sich hierbei um Kalkmagerrasen in teilweise sehr steilenDie Pflege naturschutzfachlich sehr wertvoller Flächen stellt in der heutigen Zeit ein immer größer werdendes Problem dar. Häufig handelt es sich hierbei um Kalkmagerrasen in teilweise sehr steilen Hanglagen, was eine maschinelle Pflege erschwert oder gar ausschließt. Hierfür ist die Ziege dank ihrer physiologischen Eigenschaften, wie geteilter Oberlippe oder Kletterfähigkeit, die am Besten geeignete Nutztierart. Die Untersuchungen, die 2008 im Rahmen dieser Arbeit und von Dr. Dieterich schon seit 2006 durchgeführt wurden, untermauern dies. Bei der Vegetationsaufnahme zeigte die Ziegenhaltung mit Prinzip Umtriebsweide klare Vorteile gegenüber dem Einsatz von Schafen in Koppel- bzw. Hütehaltung. Erstere wies sowohl in der absoluten Anzahl aller vorkommenden Pflanzenarten, als auch bei der durchschnittlichen Anzahl aller Arten je Dauerquadrat (1 m²) die Höchstwerte auf. Bei der absoluten Anzahl an Arten, die in den Roten Listen stehen, hat die Beweidung mit Ziegen als einzige Variante jedes Jahr (2006 bis 2008) eine Zunahme zu verzeichnen. Nur bei der durchschnittlichen Anzahl an Roten Listen Arten je Quadrat schneidet die Ziegenhaltung nicht am Besten ab. Das Gehölzclipping zeigte im Holzteil bei der Hunds-Rose und dem Roten Hartriegel, gefolgt von Gewöhnlichem Liguster und Schwarzdorn, die höchste Abnahme. In diesem Bereich hat der Wollige Schneeball am wenigstens abgenommen, wogegen er im Laubteil am stärksten reduziert wurde. Hier folgen Hartriegel, Rose und Liguster noch vor dem mit Abstand am geringsten verbissenen Schwarzdorn. Um diese Pflegeeffekte erreichen zu können, ist die Organisation verschiedener Tierhalter in einer Weidegemeinschaft sehr gut geeignet. In dieser Form kann die öffentliche Hand, trotz Zuschüssen an die Gemeinschaft, Geld einsparen und die einzelnen Halter können bei funktionierender Direktvermarktung durchaus zufrieden stellende Erlöse erzielen.…


| Author: | Thomas Kielmann |
|---|---|
| URN: | urn:nbn:de:bsz:950-opus-10189 |
| Document Type: | Master's Thesis |
| Language: | German |
| Date of Publication (online): | 2009/06/10 |
| Publishing Institution: | Hochschule Nürtingen-Geislingen |
| Release Date: | 2009/06/10 |
| Tag: | Gehölzclipping |
| GND Keyword: | Vegetationsaufnahme; Ziegenhaltung |
| Institutes: | Fakultät Agrarwirtschaft, Volkswirtschaft und Management / Agrarwirtschaft (AW), Diplom/Bachelor |
| DDC-Class: | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 630 Landwirtschaft, Veterinärmedizin |


