Optimierung der Verteilung der Betriebszweige des Betriebes J & M Bosch GbR mit Hilfe einer linearen Optimierung
- In der folgenden Arbeit soll die Kombination der einzelnen Betriebszweige des Gemischtbetriebes J & M Bosch GbR mit Hilfe eines linearen Optimierungsmodells verbessert werden. Zur Durchführung derIn der folgenden Arbeit soll die Kombination der einzelnen Betriebszweige des Gemischtbetriebes J & M Bosch GbR mit Hilfe eines linearen Optimierungsmodells verbessert werden. Zur Durchführung der Rechenoperationen dient das Excel-Add-In XLP. Ein Ziel dieser Arbeit ist herauszufinden, ob und in welcher Höhe sich der aktuelle Gesamtdeckungsbeitrag von dem der Optimallösung unterscheidet. Darüber hinaus soll untersucht werden, wie und wie stark sich etwaige Veränderungen von Produktionsverfahren auf die Optimallösung auswirken können. Da alle Betriebszweige auf dem Hof sowohl auf Absatz- als auch auf Rohstoffbeschaffungsmärkten von Kursänderungen beeinflusst werden können, ist der Deckungsbeitrag eines Betriebszweiges nur eine Momentaufnahme und kann sich sehr rasch ändern. Des Weiteren sollen neben der aktuellen Marktsituation auch mögliche Zukunftsszenarien betrachtet werden, z. B. Änderungen von Düngemittel-, Milch- oder Schlachtpreisen. Ob und welche Einflüsse dies auf die Optimalverteilung der Betriebszweige hätte, soll im Anschluss dargestellt werden.Ergebnis der Arbeit:Ohne dass große Investitionen getätigt werden müssen, könnte der Gesamtdeckungsbeitrag des Betriebes J & M Bosch GbR um 45.000 € auf 249.000 € gesteigert werden. Dieser Zuwachs ist vor allem auf die massive Ausdehnung der Milchviehhaltung zurückzuführen. Es müssten zwar Tier- und Quotenkäufe sowie geringe Umbaumaßnahmen am vorhandenen Stall getätigt werden, diese wären jedoch innerhalb eines mittelfristigen Zeitraumes umsetzbar. Die vorhandene Bullenmast rückt dabei mehr und mehr in den Hintergrund, da Stallkapazitäten für die Eigennachzucht zur Remontierung der Kühe verwendet werden sollen. Die Restriktion Arbeitszeit verdeutlicht, dass es sehr schwer ist, die verfügbare Arbeitszeit im Familienbetrieb objektiv zu erfassen. Um die Grundfutterversorgung zu sichern, wird in der Optimallösung neben Dauergrünland und Silomais auch Weizen-GPS und Weidelgras kalkuliert. Silomais ist hierbei die billigste Grundfutterversorgung unter den Ackerbaukulturen. Vor allem aus Gründen der Fruchtfolge werden jedoch GPS und Weidelgras einkalkuliert. GPS fällt hier aus Gründen der Risikoabsicherung eine besondere Rolle zu, denn GPS ist so flexibel, dass es entweder als Grundfutter dienen oder als Marktfrucht gedroschen werden kann. Die Optimalverteilung der übrigen Ackerbaukulturen führt zwar zum höchsten GesamtDB, es besteht jedoch eine hohe Austauschmöglichkeit der klassischen Marktfruchtkulturen untereinander. Dies wird auch durch das Szenario der Düngemittelpreis-Verdopplung deutlich, wobei Wintergerste eine relativ schlechte Alternative ist. Körnererbsen als alternativer Proteinträger scheiden aus Gründen der Wirtschaftlichkeit aus. Als Grundempfehlung für den Betrieb J & M Bosch GbR steht fest: In naher Zukunft sollte die Milchviehherde im Zuge der Erweiterungsmöglichkeiten aufgestockt werden. Die Bullenmast sollte mehr und mehr der Färsenaufzucht weichen. Im Ackerbau sollte in die Dinkelproduktion eingestiegen werden und Weizen-GPS als fester Grundfutterbestandteil eingeplant werden.…


| Author: | Matthias Bosch |
|---|---|
| URN: | urn:nbn:de:bsz:950-opus-9740 |
| Document Type: | Master's Thesis |
| Language: | German |
| Date of Publication (online): | 2009/05/18 |
| Publishing Institution: | Hochschule Nürtingen-Geislingen |
| Release Date: | 2009/05/18 |
| Tag: | Gesamtbetrieb |
| GND Keyword: | Landwirtschaft; Fruchtfolge |
| Institutes: | Fakultät Agrarwirtschaft, Volkswirtschaft und Management / Agrarwirtschaft (AW), Diplom/Bachelor |
| DDC-Class: | 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 630 Landwirtschaft, Veterinärmedizin |


