Windkraft : Globaler Umweltschutz vs. lokaler Naturschutz?
- Die hier vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Windkraftanlagen eineEnergieform im Sinne der Nachhaltigkeit darstellen. Des Weiteren wird ein Vorschlaggemacht, wie die Planung einer WEADie hier vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Windkraftanlagen eineEnergieform im Sinne der Nachhaltigkeit darstellen. Des Weiteren wird ein Vorschlaggemacht, wie die Planung einer WEA vor Ort aus ethischen Gesichtspunktendurchgeführt werden kann.Fossile bzw. nukleare Energieformen können nicht als Zukunftstechnologie gelten.Durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Öl oder Kohle wirdKohlenstoffdioxid freigesetzt, es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser Stoffmaßgeblich zur Klimaerwärmung beiträgt. Die Atomenergie ist mit anderen Risikenverbunden, die als nicht akzeptabel gelten können, da der mögliche Schaden einesUnfalls immens sein kann. Beide Energieformen führen zwangsläufig in eineSackgasse.Um solche Alternativen beurteilen zu können, wird ein Leitbild mithilfe der Ethik Kantserarbeitet. Auf dieser Grundlage soll es möglich sein globaleNachhaltigkeitsgedanken auch bei lokalen Planungen mit einzubeziehen. Die EthikKants wird dabei als anthropozentrisch-holistisch dargestellt. Zudem gilt sie als eineMaximen-Ethik, die zuerst die Ziele bewertet, die einer Handlung unterliegen. DieseZiele sollen dabei, Ziele an sich selbst sein, das heißt, sie sollen nicht zu einemanderen Zwecke verfolgt werden. Ob die angestrebten Ziele „gut“ sind, kann anhanddes kategorischen Imperativs überprüft werden.Ein Problem der UVS ist der Umstand, dass positive Wirkungen von Windmühlen aufdie Umwelt nicht angebracht berücksichtigt werden können.Um in der UVS eine Brücke zu schlagen zwischen globalen Notwendigkeiten undlokalen Interessen bei der Planung von WEA, wird der Vorschlag gemacht diesmittels eines Partizipationsverfahrens zu lösen. Mit Hinblick auf denanthropozentrisch-holistischen Ansatz, sind dabei alle direkt oder indirekt betroffenenPersonengruppen oder Objekte zu beteiligen. Für Personen, denen ein erscheinennicht möglich ist, muss es einen kompetenten Vertreter geben (z.B. zukünftigeGenerationen). Dies gilt analog für die betroffenen Objekte. Die Aufgabe diesesDiskurses ist es, die Ziele und Wertkriterien festzulegen, anhand derer der Eingriffermittelt werden soll. Dabei wird es möglich, auch globale Aspekte in die lokaleBewertung Miteinfließen zu lassen.…


| Author: | Tobias Riedl |
|---|---|
| URN: | urn:nbn:de:bsz:950-opus-4477 |
| Document Type: | Master's Thesis |
| Language: | German |
| Date of Publication (online): | 2006/05/30 |
| Publishing Institution: | Hochschule Nürtingen-Geislingen |
| Release Date: | 2006/05/30 |
| GND Keyword: | Windenergie; Bürgerbeteiligung; Ethik; Nachhaltigkeit; Umweltschutz |
| Institutes: | Fakultät Umwelt Gestaltung Therapie / Landschaftsarchitektur (LA), Diplom/Bachelor |
| DDC-Class: | 700 Künste und Unterhaltung / 710 Landschaftsgestaltung, Raumplanung |


