Die Auswirkungen der Deregulierung auf den deutschen Versicherungsmarkt
- In der Diplomarbeit "Auswirkungen der Deregulierung auf die deutsche Versicherungswirtschaft" werden die einzelnen Teilnehmer des Wirtschaftskreislaufes Versicherungen untersucht. Dabei beschränktIn der Diplomarbeit "Auswirkungen der Deregulierung auf die deutsche Versicherungswirtschaft" werden die einzelnen Teilnehmer des Wirtschaftskreislaufes Versicherungen untersucht. Dabei beschränkt sich die Arbeit auf die Sparten Lebens-, Kranken- und Schadensversicherung. In der Schadensversicherung wird die Kfz-Versicherung zum größten Teil außen vor gelassen, da zu diesem speziellen Thema bereits eine Diplomarbeit an der FH-Nürtingen existiert.Die Deregulierung des Versicherungsmarktes in der Europäischen Union wurde durch die Dritte Richtlinie Schaden und die Dritten Richtlinie Leben verwirklicht. Diese Dritte Richtliniengeneration ist eine konsequente Weiterführung der vorhergehenden Richtlinien, die vor allem die Dienstleistungsfreiheit in Vordergrund gestellt haben. Sie trat am ersten Juli 1994 in Kraft.Die oben genannten drei Sparten werden dabei unter folgenden Gesichtspunkten analysiert werden:-Marktentwicklung der verschiedenen Versicherungszweige generell, -Konsolidierungstrends (Übernahmen als Folge der Deregulierung),-produktpolitische Veränderungen,-Rolle ausländischer Versicherungsunternehmen-geändertes KonsumverhaltIm deutschen Versicherungsmarkt gab es durch die neue Gesetzeslage vom Juli 1994 erhebliche Veränderungen. Diese Veränderungen sind sicherlich nicht nur auf die Deregulierung zurückzuführen, doch hatte diese Dritte Richtliniengeneration auf die verschiedenen Sparten dennoch wesentlichen Einfluss. Fusionen und Übernahmen, aus den unterschiedlichsten Gründen hatten ihre Auswirkungen auf den deutschen Versicherungsmarkt.Konzentrationstendenzen werden in den drei Versicherungssparten erkennbar, z.B. erhöhte sich der kumulierte Marktanteil der zwölf größten Erstlebensversicherer von 50,4 % auf 51,4 % und der Top 25 von 71,0 % auf 73,8 %. Die restlichen 26,2 % teilen sich die übrigen 99 Versicherungsunternehmen unter sich auf. Die Einzelversicherungsunternehmen können aber zu meist zu einem Versicherungskonzern zusammengefasst werden. Unternehmensgruppen, wie die Allianz, Ergo AG, Gerling Konzern, Parion AG und die öffentlichen Versicherungsunternehmen, beherrschen die deutsche Versicherungslandschaft.Durch Deregulierungsmaßnahmen hat es im Wettbewerb, in der Distribution und beim Versicherungsprodukt selbst Veränderungen gegeben.Der Wettbewerb wurde durch die ausländischen Versicherungen erhöht, da die laufende Aufsicht einer Niederlassung oder einer Dienstleistung sowohl in finanzieller als auch in jeglicher anderen Hinsicht von den Aufsichtsbehörden des Sitzlandes gehandhabt wird.Distributionspolitisch hat es vorwiegend durch das Internet Veränderungen in der deutschen Versicherungslandschaft gegeben. Das Internet wird vorwiegend bei standardisierten Produkten als Vertriebskanal genutzt. Das World Wide Web wird in der Lebens- und Krankenversicherungssparte mehr als Informationskanal benützt. Der Absatz in der Lebensversicherung tendiert im Jahr 2002 gegen null.Ein Ziel der Deregulierung des Versicherungsmarktes war es unter anderem eine größere Auswahl an Versicherungsprodukten auf den Binnenmarkt zu bekommen.Vor der Einführung des Dritten Durchführungsgesetzes am ersten Juli 1994 wurde der Versicherungsmarkt von der zuständigen Aufsichtsbehörde stark reguliert. Durch diese Regulierung konnte nur beim Vertrieb und in der Kundenbetreuung unter den Versicherungen ein Wettbewerb entstehen. Die bestehende freie Produkt- und Prämiengestaltung gibt nun die Möglichkeit besser auf die Kundenbedürfnisse und das Kundenverhalten einzugehen.Durch den deregulierten Markt können dem Versicherungsnehmer bei der Informationsbeschaffung zusätzliche Kosten entstehen.Je größer die Auswahl bei Versicherungsunternehmen, desto höher sind die zusätzlichen Kosten, die der Versicherungsnehmer zu tragen hat.Die Schwierigkeiten bei der Informationsbeschaffung besteht für den Versicherungsnehmer darin, dass er die verschiedenen Produkte miteinander vergleichen muss, um das beste Produkt für sich selbst zu erhalten. Damit der Kunde die Schwierigkeiten der Informationsbeschaffung bewältigt, könnte er die Hilfe eines Versicherungsmaklers benötigen. Der Makler kann seinem Kunden die wichtigsten Informationen beschaffen, dafür sollte er folgende Fähigkeiten aufweisen:Er muss den Versicherungsmarkt überblicken können, sollte die Versicherungsangebote verstehen und sie auf den Einzelfall übertragen können, die Wirtschaftlichkeit des Versicherers beurteilen und die Güte der Schadensregulierung einordnen können. Für den Versicherungsnehmer ist es sicherlich äußerst schwierig den Makler auf diese Fähigkeiten zu überprüfen.…


- In the dissertation "Effects of the Deregulation on the German Insurance Business" the individual participants of the circular flow of the insurances are scrutinized. This disseration is limited toIn the dissertation "Effects of the Deregulation on the German Insurance Business" the individual participants of the circular flow of the insurances are scrutinized. This disseration is limited to the lines of life insurance, health insurance and casuality insurance. As to the casuality insurance the motort insurance is not mostly taken into consideration because there has already been existing a dissertation to thisspecial subject at the Business Economics Environment University Nürtingen. The deregulation of the insurance market in the European Community was realized by the "third guideline casuality insurance" and the "third guideline life insurance". This "third guideline generation" is a consistent continuation of the previous guidelines which have given priority to the freedom to provide services. It came into force on 1 July 1994. The three lines mentioned above are analyzed as follows: - the development of the market of the different insurance lines in general - consolidation trends (takeovers as a result of the deregulation) - changes in the product policy - the part of the foreign insurance companies - the change consumption pattern On the German insurance market there were considerable changes due to new law of July 1994. These changes are not only a result of the deregulation but this "tird guideline generation had an important influence on the different lines. Mergers and takeovers which took place for different reasons had their effects on the German insurance market. The trends towards concentration are effective in the three insurance lines,e.g. the accumulated market share of the twelve biggest first life assurance companies increassed from 50.4 percent to 51.4 percent and the share of the top twenty-five companies increased from 71.0 percent to 73.8 percent. The remainder 26.2 percent are shared among the other ninety-nine insurance companies. The individual insurance companies can mostly be combined to one insurance group. Group of companies like Allianz, Ergo AG, Gerling Konzern, Parion AG and the public insurance companies dominate in the German insurance market. Due to deregulation measures there have been changes in competition, in distribution, and the insurance product itself changed, too. Competition has become stronger by foreign insurance companies as the current supervisory of a branch or of a service are managed by the supervisory authorities of the country of incorporation concerning the financial aspect and any other aspects. The internet is the main reason for changes in the distribution mix in the German insurance industry. The internet is mainly used to distribute standardised products. The world wide web is used more for getting information on the life and the health insurance line. The sales volume in the life insurance line tended to zero in 2002. One intention of the deregulation of the insurance market was among others to have a bigger variety of insurance products on the domestic market. Before the enforcement of the third law (Drittes Durchführungsgesetz) on 1 July 1994 the insurance market was extremely regulated by the responsible supervisory authorities. Because of this regulation a competition among the insurance companies was possible only in the field of distribution and customer service. Due to the existing creation of the products and rhe premiums you have now the possibility to better satisfy the needs and the behaviour of the customers. It can possible that the insured party has to pay additional coasts in case of collecting information because of the deregulated market. The more the variety of insurance companies is the higher the additional costs are of the insured party. The difficulties when collecting information for the insured party are that you have to compare the different products to receive the best one. The customer could need a broker's help so that he can manage the difficulties to obtain information. The broker can provide the customer with the most important information. He should have the following abilities for this: He must be able to overview the insurance market. He should be able to interpret the insurance offers and to aplly them to individual cases. He should be able to judge the solvency of the insured party and to estimate the quality of the claim adjustment. For the insured party it is surely extremely different to check these abilities of the broker.…


| Author: | Tim Piller |
|---|---|
| URN: | urn:nbn:de:bsz:950-opus-3935 |
| Advisor: | Nauschütt |
| Document Type: | Master's Thesis |
| Language: | German |
| Date of Publication (online): | 2006/05/23 |
| Publishing Institution: | Hochschule Nürtingen-Geislingen |
| Release Date: | 2006/05/23 |
| GND Keyword: | Deregulierung; Versicherungsmarkt |
| Institutes: | Fakultät Betriebswirtschaft und Internationale Finanzen / Betriebswirtschaft Nürtingen (BW), Diplom/Bachelor |
| DDC-Class: | 300 Sozialwissenschaften / 330 Wirtschaft |


